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Himmel un Ääd (Himmel und Erde) mit Flönz im MDG

Himmel un Ääd ist ein typisch kölsches Gericht, welches man in jedem Kölner Brauhaus auf der Speisekarte findet. Himmel steht hierbei für die Äpfel, Ääd für die Erde, aus welcher die Kartoffeln stammen. 

Trotz vieler anderer Köstlichkeiten der herzhaften Hausmannskost, ist es das Gericht, wofür ich mich meistens entscheide, wenn ich in Köln ein Brauhaus besuche- neben dem Rheinischen Sauerbraten natürlich ☺

Für Himmel un Ääd benötigt man eine sehr gut gewürzte Blutwurst (Flönz) vom Metzger, welche beim Kochen zerfällt. Außerdem mehlig kochende Kartoffeln für den Kartoffelstampf, Röstzwiebeln und üblicherweise Apfelkompott. 

Was den Apfelkompott angeht, habe ich mich in meinem Rezept für eine Variante entschieden, zu welcher mich eigentlich Gery inspiriert hat, als er nach einem Restaurantbesuch mit seiner Frau ein Foto einer wunderschön angerichteten Gänseleber präsentiert hat. Ich werde Himmel und Erde statt mit dem typischen Apfelkompott, mit einem Bratapfel servieren. Dadurch wird das Gericht auch optisch mehr dem gerecht, was es geschmacklich zu bieten hat. 

Insgesamt ist es ein sehr einfaches Gericht, aber vielleicht ist gerade diese Schlichtheit das, was es so typisch Kölsch und sympathisch macht…. Ich hoffe, es gefällt euch.  
 
Zutaten: 
• Würzige Flönz in guter Qualität 
• Mehlig kochende Kartoffeln 
• ein Apfel, möglichst groß (Boskop) 
 • Gemüsezwiebeln 
• Pfeffer 
• Salz 
• Muskat
• Butter 
• Milch
• Butterschmalz
• Petersilie 

Zubereitung: 
Dieses Gericht kann komplett bei Vitaldampf zubereitet werden, da wir keinen gebräunten, karamellisierten Bratapfel benötigen und auch die Flöns soll nur heiss und weich werden, bis sie zerfällt.  
 
Zunächst werden die Kartoffeln geschält und geviertelt. 
Je dünner die Scheiben, desto schneller geht es natürlich. 

Ich habe für die Kartoffeln 40- 50 Minuten angesetzt, je nach Größe und Sorte. Die Kartoffeln sollten so weich sein, dass man sie gut stampfen kann. Man gibt sie in einen ungelochten Behälter, zusammen mit etwas Milch und einem guten Stich Butter. 

Ofeneinstellung ist Vitaldampf- 95 Grad. 

Der Apfel behält seine Schale, allerdings höhlt ihr ihn ein bisschen mehr aus, als gewohnt, damit man ihn später gut mit der Flöns füllen kann. Dabei natürlich aufpassen, dass ihr die Schale nicht beschädigt, also ein Zentimeter Fruchtfleisch, sollte schon noch da sein. 

Da der Boskop optimalerweise ein recht großer Apfel ist, benötigt er ca. 30 Minuten im Dampf. Auch hier nehmen wir, anders als beim klassischen Bratapfel, Vitaldampf. Den Inhalt des Apfels schmeißen wir natürlich nicht fort, außer dem Kitsch natürlich. Schneidet ihn in kleine Stückchen und gart diese mit. Eine Prise Zucker schadet hierbei nicht (: 

Die Flöns ist das zwar das wichtigste in unserem Gericht, da sie nahezu allein die Würze bringt, benötigt aber keine besondere Zuwendung. Gebt sie in einer ungelochten Schale in den Dampfgarer, zwanzig Minuten lang bis sie zerfällt. 
Es gibt die Flönz im Naturdarm aber auch ohne. Solltet ihr die Variante im Darm gekauft haben, müsst ihr diesen nach dem Garen entfernen.

Ca. 15 Minuten vor Ablauf der Garzeit eures Himmel un Ääd Gerichts, schneidet man nun noch die Gemüsezwiebeln in feine Ringe, wendet diese in Mehl und brät sie in der Pfanne in reichlich Butterschmalz bis sie knusprig braun sind.  

Danach legt ihr sie auf ein Küchenkrepp und salzt sie nach Geschmack. 

Anrichten:
Wenn alle Komponenten gar sind, nehmt ihr die Kartoffel aus dem Ofen, salzt sie und stampft sie gut durch. Es ist kein Püree- Stückchen sind durchaus erlaubt und gewollt. Gebt, wenn gewünscht, ein wenig Muskat dazu.
Dann gebt ihr den Kartoffelstampf in die Mitte des Tellers, darauf bettet ihr nun den Apfelkompott aus den „Aushöhlresten“ und darauf den Boskop. Diesen füllt ihr nun mit dem Flönsbrät. 

Füllt reichlich hinein, es darf ruhig überlaufen, den Apfel hinunter in den Kartoffelstampf.
Dann gebt ihr noch reichlich Röstzwiebeln auf und neben den Apfel. 
Ein bisschen frische Petersilie als Garnitur geht immer.  Fertig ist das typisch kölsche Gericht- Guten Appetit !